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von Thorsten Clemens
08.12.2019
SPD erinnert an offenen Ratsbeschluss aus 2015
Öffentliche Grünflächen in Hochdorf-Assenheim
Die SPD hat im Ortsgemeinderat beantragt, dass über die Pflege der öffentlichen Grünflächen in Hochdorf-Assenheim unter ökomomischen und ökologischen Aspekten diskutiert und entschieden werden soll. Die SPD fordert damit die Umsetzung eines Ortsgemeinderatsbeschlusses aus dem Jahr 2015.

Die SPD hat schon mehrfach in Form von Anträgen und Anfragen im Ortsgemeinderat das Thema "Unterhalt der öffentlichen Grünflächen in Hochdorf-Assenheim" angesprochen. Hintergrund war und ist, dass die Grünflächen zu vielen Zeiten im Jahr einen ungepflegten Eindruck machen: meterhohes Unkraut steht neben verkümmerten Stauden, kahle Flächen dort, wo vor Jahren mal gepflanzt wurde. Die Anpflanzungen haben die Gemeinde viel Geld gekostet. Sie verkommen zu lassen, geht nicht! Hinzu kommt, dass einige dieser Grünanlagen nicht ökologisch angelegt worden sind.

Aktualisierter Pflegeplan

Die Pflege der öffentlichen Grünflächen erfolgt überwiegend durch den Bauhof der Verbandsgemeinde. Und hier bestand schon früh der Eindruck, dass der Bauhof personell überfordert ist, die vielen Grünflächen nicht nur in Hochdorf-Assenheim sondern in der gesamten Verbandsgemeinde umfassend zu unterhalten.

Darum hatte der Ortsgemeinderat bereits 2015 auf Antrag der SPD beschlossen, den Pflegeplan der öffentlichen Grünflächen in Hochdorf-Assenheim zu aktualisieren und anschließend zu diskutieren. Aufgrund von Personalengpässen in der Verwaltung wurde der Plan aber erst Anfang 2019 fertig. Und in der Tat: Die Auswertung der Verwaltung ergab, dass angesichts der vielen, vielen Grünflächen in der Verbandsgemeinde der Bauhof ein personelles Problem hat: Die vom Bauhof geleisteten Ist-Stunden bleiben meist weit hinter den erforderlichen Soll-Stunden zurück. Je nachdem, wie die Vegetationsperiode ausfällt, könnten sogar die Soll-Stunden zu wenige sein. Verbandsbürgermeister Veth bestätigte, dass im Bauhof etwa drei Stellen fehlen - für die gesamte Verbandsgemeinde. Kein Wunder, dass der Bauhof mit den pflegerischen Arbeiten nicht mehr hinterherkommt, sodass das Unkraut wuchert und teuer gepflanzte Stauden verschwinden.

Mehr Personal für den Bauhof?

Angesichts dieses Ergebnisses beantragte die SPD im Verbandsgemeinderat von Dannstadt-Schauernheim zumindest eine neue Stelle für den Bauhof. Aber aus haushaltsrechtlichen Gründen ist das für 2020 bis 2021 nicht mehr möglich. Das Thema bleibt jedoch auf dem Tisch, da waren sich alle Fraktionen im Verbandsgemeinderat einig.

Pflegeaufwand reduzieren

Die SPD von Hochdorf-Assenheim möchte das Problem zusätzlich von einer anderen Seite her angehen. Die SPD möchte, dass der Rat über pflegeleichtere Flächen nachdenkt, die weniger Personal zum Unterhalt benötigen, sodass der Bauhof seine Aufgaben leichter erfüllen kann. Denn die Kosten für die Gärtnerarbeiten sind hoch: Zum Beispiel der Kreisel an der Böhler Straße kostet 4.500 Euro pro Jahr an Pflegeaufwand, der Kreisel an der Feuerwehr 6.000 Euro pro Jahr. Kann man denn den Pflegeaufwand reduzieren, ohne dass überall ein Urwald entsteht?

Es müssen nicht immer Flächen mit Stauden und Rosen sein, die mehrmals im Jahr bearbeitet werden müssen, um gepflegt auszusehen. Eine Wildblumenwiese zum Beispiel, die nicht nur gut aussieht, sondern nur zweimal im Jahr gemäht werden muss, kostet in Anlage und Unterhalt deutlich weniger.

Nun kann man sicherlich nicht überall Wiesen anlegen, nur um Kosten zu sparen. Zum Beispiel die Außenanlagen der Kindergärten und die Spielplätze müssen und sollen oft im Jahr gepflegt werden und sind bei Diskussionen um Einsparmöglichkeiten tabu. Bei anderen Flächen sieht das anders aus, hier muss der Rat über jede Fläche diskutieren.

Schottergärten beseitigen

Und wenn man schon über pflegegün-stigere Grünflächen nachdenkt, sollte man auch über ökologischere Alternativen nachdenken! Zum Beispiel Schotterflächen wie an unseren beiden Verkehrskreiseln sind aus Sicht der SPD ganz zu beseitigen. Sie sind klimatisch bedenklich (Sie heizen stark auf), für Tiere und insbesondere Insekten völlig ungeeignet und obendrein teuer in der Pflege, weil trotz  allem Unkraut im Schotter wächst, das vom Bauhof aufwändig beseitigt werden muss.

Die SPD hat deshalb im Gemeinderat Vorschläge von CDU und FWG unterstützt, die genannten Schotterflächen ganz oder teilweise zu beseitigen und anschließend zu bepflanzen. Das hatte die SPD bereits 2012 für die Anlage des neuen Kreisels in der Böhler Straße gefordert. Aber der Vorschlag wurde damals von der Ratsmehrheit abgelehnt und stattdessen ein 30.000 Euro teurer Schottergarten angelegt. Jetzt also soll der Schotter auf den nicht bepflanzten Flächen wieder beseitigt und durch Neuanpflanzungen ersetzt werden. Allein die Beseitigung des Schotters, den man damals teuer bezahlt hat, wird voraussichtlich mehrere tausend Euro kosten.

Zudem wird die SPD bei der Ratsdiskussion auf standortgerechte und insektenfreundliche Bepflanzungen dringen.

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